Autor: chifan | 16.09.2004 - 17:42:32
Artikel

Da nicht alle Filme eingetragen werden können und einige Filme es wohl auch nicht wert sind, will ich hier jeden Monat eine kleine Übersicht der besonders schlimmen Grausamkeiten vorstellen, um vielleicht dem einen oder anderen Zuschauer das Schlimmste zu Ersparen. Dabei richte ich mich eher an die Gelegenheitsleser als an das Stammpublikum. Die Auswahl der Filme erfolgt durch Ansicht von Trailern und das Lesen diverser Berichte und Inhaltsangaben.

Los geht’s am 23.September mit "Plötzlich Prinzessin 2", die Fortsetzung des gleichnamigen ersten Teils. Fünf Jahre sind mittlerweile vergangen und Prinzessin Mia, inzwischen volljährig geworden, ist bereit das Puppenhausreich Genovia zu regieren. Allerdings befiehlt ein uraltes Gesetz, das die Königin verheiratet sein muss. Ein böser Onkel will deshalb Junker Nicholas als rechtmäßigen Regenten durchsetzen. Problem für Mia: Der ist so süß!

Mit Teenie-Schmalz nicht genug erscheint doch am 7.Oktober "Cinderella Story" - der zigste Hollywood-Aufguss von "Aschenputtel". Cinderella muss jede freie Minute im Schnellimbiss ihrer Stiefmutter arbeiten, einzig ihr Internet-Chat mit einem unbekannten Jungen (der sich später als umschwärmter Footballstar entpuppt) gibt ihrem tristen Dasein ein wenig Sinn. Der "Prinz" findet hier am Ende natürlich nicht per Schuh sein (ihr) Glück, sondern mit Hilfe ihres verlorenen Handys. Die Zielgruppe dürfte es wohl voll süß finden.

Wohl eher für die etwas älteren Semester (-20?) ist "White Chicks" gedacht, der ebenfalls am 7.Oktober startet und ein wenig nach "Big Mamas Haus" klingt. Hier verwandeln sich allerdings gleich zwei! schwarze Cops in zwei hippe weiße Partygirls (wow) um eine geplante Entführung zu verhindern. Seltsamerweise stehen trotz offensichtlicher Defizite alle Typen auf die beiden heißen Feger. Eine Aneinanderreihung von Verwechslungen, Pimmel- und Blähungswitzen, bei dem zumindest nicht die Gefahr der Überforderung besteht.

Für einen langweiligen Kinoabend dürften außerdem der neue Meg Ryan Film In the Cut (30.September), der zumindest mit viel Haut und einem echten Blowjob aufwartet, sowie die Realfilmumsetzung der britischen Marionetten TV-Serie "Thunderbirds" (ebenfalls 30.September) sorgen.
Umstritten hingegen wird wohl die Meinung zum am 23.September anlaufenden Film Resident Evil: Apocalypse sein. Von den einen über den Klee gelobt, wurde er von anderen gnadenlos zerrissen.


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Kai: Resident Evil erstellt am: 17.09.2004 - 11:09:14
Also Resident Evil wird man denke ich schon anschauen können. In Amerika ist er recht erfolgreich: "Mit über $ 24 Mio. Boxoffice das dritterfolgreichste September-Startwochenende in den USA aller Zeiten." Ansonsten aber danke für die Gurken-Warnungen ;-)
Sebi: Resident Evil ist eigentlich ganz okay und be... erstellt am: 18.09.2004 - 11:12:21
Resident Evil ist eigentlich ganz okay und bei weitem keine "Gurke". Auch die restlichen Filme müssen das nicht zwangsläufig sein, denn manchmal ist man halt nur nicht Teil der Zielgruppe (wie z.B. bei "Plötzlich Prinzessin") und findet den Film halt einfach furchtbar , obwohl es genug kleine Mädels gibt, die ihn mögen.

Fazit: Den Wert dieses Beitrages halte ich für sehr zweifelhaft.
chifan: @Sebi: Naja, er ist so zweifelhaft wie alle... erstellt am: 20.09.2004 - 02:20:13
@Sebi:
Naja, er ist so zweifelhaft wie alle anderen subjektiven Beiträge auch.
Muss auch deiner Zielgruppenargumentation widersprechen: Nach dieser dürfte es ja überhaupt gar keine schlechten Filme geben, da es keinen Film gibt der nicht zumindest eine handvoll begeistereter Anhänger findet. Zielgruppe reduziert sich ja nicht nur auf das Alter, sondern umfasst auch Neigungen wie Humorverständnis, Actionvorliebe etc. Es gibt bestimmt eine Menge Leute die den Film "Ey Mann - Wo is' mein Auto!!?" tatsächlich witzig fanden und demzufolge in die zugehörige Zielgruppe (wie auch immer die aussieht - Menschen mit "speziellem" Humor?) passen, die der Film ansprechen will. Wird der Film dadurch aber besser? Also ich denke nicht. Für mich ist und bleibt er einfach nur schlecht - egal ob die Filmemacher mich dabei im Visier hatten oder nicht. Anders sehe ich es bei den aufgeführten Filmen auch nicht.
Und selbst Mädchen im Alter von 14 Jahren sollten ihr Taschengeld lieber in Girls Club anstelle den zigsten Aufguss von Cinderella investieren.

@Kai:
Ich liebe solche Statistiken. Dritterfolgreichster Film an einem Septemberwochenende, bei dem die vorhergehende Woche mindestens einen Feiertag enthielt und der darauffolgende Montag mit dem Herbstanfang zusammenfiel :-). Spaß beiseite. Reine Zahlen sagen natürlich noch lange nichts über die Qualität eines Filmes aus. Und das Einspielergebnis an sich ist auch nicht sehr aussagekräftig, da Faktoren wie Ticketpreisentwicklung (da die Preise ja kontinuierlich steigen, können wesentlich weniger Zuschauer einen wesentlich höheren Startumsatz ausmachen - ist wohl auch der Grund warum die Masse der Filme bei der Top 10 des Monats Box Office aus den letzten 4 Jahren stammt), Anzahl der TOP-Filme die am gleichen Wochenende anliefen, Wetter (an einem heißen Wochenende im Herbst gehen wohl weniger Leute ins Kino als an einem verregtneten) und dergleichen mehr nicht mit einfließen. Wenn überhaupt haben lediglich die Inflationsbereinigten Zahlen der "Erfolgreichsten Filme aller Zeiten" eine gewisse Aussage.
Audrey: Autor? erstellt am: 20.09.2004 - 10:48:55
Wer hat denn den Artikel geschrieben? Ich finde es nicht verkehrt, wenn vor schlechten Filmen gewarnt wird.
Kai: Statistiken erstellt am: 20.09.2004 - 12:18:04
tjaja - traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast... Das dritterfolgreichste September-Startwochenende ist aber natürlch eine mit Vorsicht zu geniessende Auszeichnung ;-)
@Audrey: Der Autor eines Artikels ist jetzt übrigens sichtbar.
Sebi: RE: Resident Evil erstellt am: 20.09.2004 - 13:32:44
Darum geht es hier ja, "Plötzlich Prinzessin" hat seine "Fangemeinde" und daher muss davor nicht "gewarnt" werden. Es gibt genug Teeniemädels, die diesen Film gut finden werden, trotzdem wollen wir diesen nicht ihre Intelligenz absprechen dies für sich selber entscheiden zu können und sie im Vorfeld bevormunden, genausowenig wie wir das bei Menschen tun wollen, die "Ey man wo ist mein Auto" gut finden.
Genau wie "Zuschauer" sind auch Kritikenverfasser Teil von Zielgruppen. Daher verwundert es nicht, dass Filme oft sehr unterschiedliche Kritiken einfahren. Aktuellstes Beispiel: "Der Untergang".
Daher halte ich den Sinn dieser "Warnungen" für sehr zweifelhaft, vor allem, da "Resident Evil: Apocalypse" in dieser Aufzählung auftaucht, vor dem nicht "gewarnt" werden muss.
Und wenn wir mal in die Vergangenheit blicken wollen, Kritiker warnten einst durch die Bank vor einer Gurke namens "Star Wars". Noch Fragen?


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